Vertrag Prüfung vor Abschluss

Gestaltung und Inhalt des Arbeitsvertrages sind deshalb besonders wichtig, weil hierdurch in der Regel für die Dauer des gesamten Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Details festgelegt werden! Es sollte also vor dem Vertragsabschluss eine möglichst genaue Prüfung erfolgen, ob der Vertrag Kinken und Regelungen enthält, die im Zweifelsfall ungünstige Auswirkungen entfalten können. Es dürfte sich deshalb immer lohnen, einen Arbeitsvertrag vor dem Unterschreiben von einem Fachmann durchsehen und auf bedenkliche Regelungen durchsehen zu lassen. Das für eine solche Beratung ausgegebene Geld hat sich sehr schnell rentiert, wenn es ernst wird!

 

Es beginnt mit der Beschreibung der auszuübenden Tätigkeit: je konkreter diese beschrieben ist, desto enger ist das Direktionsrecht des Arbeitgebers. Wenn dieser darauf Wert legt, den Mitarbeiter auch mit anderweitigen Tätigkeiten betrauen zu können, muss er dann eine entsprechende Regelung in den Arbeitsvertrag aufnehmen.

 

Sinnvollerweise sollte in einem Arbeitsvertrag eine Probezeit und die für diese Probezeit maßgebliche Kündigungsfrist geregelt sein. Die maßgebliche Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch ermöglicht eine solche Probezeit von 6 Monaten und eine Kündigungsfrist von zwei Wochen während dieser Probezeit. Die Vereinbarung von längeren Fristen ist möglich, muss aber beide Seiten gleichmäßig binden.

 

Für die Zeit nach der Probezeit sollte der Arbeitgeber sich überlegen, ob er das durch die Einarbeitung des Mitarbeiters investierte Kapital auf die Weise absichert, dass er eine längere als die gesetzliche Probezeit vereinbart und dabei auch eine Regelung vorsieht, dass auch der Mitarbeiter durch diese längere Kündigungsfrist gebunden ist. Damit wird allerdings auch deutlich, dass das Gewicht der Probezeit steigt, weil hier die Entscheidung darüber fällt, ob die Parteien an die lange Kündigungsfrist nach der Probezeit gebunden sein wollen.

 

Für den Arbeitnehmer sind solche verlängerten Kündigungsfristen besonders dann wichtig, wenn es sich um einen Arbeitgeber mit nicht mehr als 10 Mitarbeitern handelt. In diesem Fall gibt es keinen Kündigungsschutz, so dass der Arbeitgeber jederzeit das Arbeitsverhältnis zum Ablauf der vereinbarten Kündigungsfrist beenden kann.

 

Besonders wichtig ist es, vor dem Vertragsabschluss über die Höhe und die Zusammensetzung des Gehalts zu verhandeln. Hier gemachte Fehler ziehen sich durch das gesamte Arbeitsverhältnis! Es ist deshalb sinnvoll, vor dem Vertragsabschluss die eigenen Marktchancen zu prüfen und sich über die Höhe angemessener Gehälter zu orientieren. Sinnvoll kann es sein, eine Vereinbarung in den Vertrag aufnehmen zu lassen, durch die das Gehalt nach dem Bestehen der Probezeit auf das Niveau angehoben wird, dass dem Arbeitnehmer von vornherein vorgeschwebt hat. Weiter kann auch eine Regelung hilfreich sein, wonach das Gehalt regelmäßig überprüft und angemessen angepasst wird.

 

Alles, was nicht im Arbeitsvertrag niedergelegt ist, richtet sich nach den gesetzlichen Regelungen!

 

Anschrift

Anwalt Arbeitsrecht Hamburg Rotherbaum

Bornstraße 14
20146 Hamburg 

 040-87 87 899 30

 040-87 87 899 40

zum Kontaktformular

Qualität durch Fortbildung

Anwalt Arbeitsrecht Hamburg Rotherbaum